Was bedeutet Bonität?
Bonität bezeichnet die Kreditwürdigkeit einer Person, also die potentielle Fähigkeit des Kreditschuldners einen aufgenommenen Kredit in Zukunft zurückzahlen zu können.
Banken unterscheiden zwischen wirtschaftlicher und persönlicher Bonität des Kreditnehmers.
Zur Einschätzung der wirtschaftlichen Bonität werden Faktoren wie Einkommensnachweise, Schufa- und Bankauskünfte herangezogen. Die Einstufung der persönlichen Bonität basiert auf Informationen zur Zuverlässigkeit, dem Lebenslauf und der beruflichen Qualifikation des Kreditnehmers.
Die Feststellung der Bonität bzw. der Bonitätsstufe kann vom Kreditgeber selbst durchgeführt werden. Dies geschieht aufbauend auf Daten, welche zuvor vom Kreditnehmer – oft bereits im Online-Prozess - eingeholt wurden. Auch externe Unternehmen können mit der Einstufung der Bonität beauftragt werden.
Welche Rolle spielt nun die Einstufung der Bonität des Kreditnehmers bei der Kreditvergabe? Banken, die bei der Berechnung des Zinssatzes die Bonitätseinstufung des Kreditnehmers berücksichtigen, können den Kunden mit guter oder sehr guter Bonität günstigere Zinssätze anbieten, als Ihren Kunden mit schlechterer Bonität. Kurz und knapp:
Ein geringeres Kreditausfallrisiko (gute Bonität) führt zu einem niedrigeren Zinssatz und ein höheres Kreditausfallrisiko (schlechte Bonität) führt zu einem höheren Zinssatz. Geworben wird natürlich immer nur mit dem Zinssatz für die beste Bonität. Aus diesem Grund kann es durchaus möglich sein, dass Sie einen weitaus schlechteren Zinssatz auf Grund einer schlechteren Bonitätsstufe angeboten bekommen.
Banken mit laufzeitabhängigen oder bonitätsunabhängigen Zinsmodellen bieten allen Kunden einen einheitlichen Zinssatz an. Unabhängig von der jeweiligen Bonität. Diese Kreditangebote wirken auf den ersten Blick etwas teurer als ihre bonitätsabhängigen Kollegen – halten aber auch was sie versprechen.
Zu Deutsch: Bei bonitätsabhängigen Kreditangeboten lockt man Sie unter Umständen mit 3,45% (eff.) Zinsen – auf Grund Ihrer mittleren Bonität erhalten sie aber ein individuelles Kreditangebot in Höhe von 8,75% (eff.).
Bei laufzeitabhängigen Zinsmodellen, können Sie sicher sein, dass der Zins, der Ihnen am Anfang der Online-Beantragung genannt wird auch tatsächlich derjenige ist, den sie letzten Endes auch bekommen.
Das schöne daran: Bonitätsabhängige Zinsmodelle müssen gekennzeichnet sein. Meistens finden Sie ein Sternchen neben dem „Schaufensterzins“ in dem es heißt: „Ihr persönlicher Zinssatz kann auf Grund Ihrer Bonität auch höher ausfallen.“
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