Was macht die SCHUFA?
Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, ist ein Dienstleistungsunternehmen, welches kreditrelevante Informationen von Verbrauchern sammelt, speichert und aufbereitet. Zur Erreichung ihres Ziels, arbeitet sie mit über 4.500 Vertragspartnern zusammen, welche entsprechende Daten zur Verfügung stellen. Zusätzliche Informationen zur Bonität der Verbraucher erhält die SCHUFA aus öffentlichen Quellen, wie den Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte.
Auskunft erteilt die SCHUFA nur dem betroffenen Verbraucher selbst, den oben genannten Vertragspartnern und Stellen, welchen sie gesetzlich zur Auskunft verpflichtet ist (z.B. Staatsanwaltschaft, Finanzamt). Auskunftssuchende werden in A- und B- Vertragspartner eingeteilt.
Zu den A-Partnern gehören Banken und Sparkassen. Diese haben Anrecht auf Einsicht in bankrelevante Positiv- (bspw. das Vorhandensein von Konten und Kreditkarten) und Negativinformationen (bspw. die Kündigung eines Kredites) sowie in Negativinformationen aus anderen Branchen. Aus letztgenannten Daten ist allerdings nicht ersichtlich, von welchen Unternehmen die Informationen stammen. A- Partnersehen darüberhinaus, ob während der letzten 10 Tage SCHUFA- Anfragen von anderen Unternehmen getätigt wurden.
B- Partner sind u.a. Versandhandel- und Handelsunternehmen. Diese erhalten bei SCHUFA- Anfragen ausschließlich Informationen über etwaig bestehende Zahlungsstörungen. Eine Ausnahme bilden Telekommunikationsunternehmen. Diese erhalten darüber hinaus auch Negativ- und Positivinformationen aus ihrer Branche.
Die SCHUFA- Organisation schafft somit einerseits die Basis für eine sichere Kreditvergabe für ihre Vertragspartner, andererseits schützt sie den Verbraucher vor potentieller Überschuldung.
